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Hospitalstiftung Hof
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Beitrag über die Hospitalstiftung Hof  am 7.7.08 im Hofer Anzeiger

Die Hospitalstiftung Hof ist Mitglied des Bundesverbands Deutscher Stiftungen.

Älteste Hofer Stiftung - Seniorenbetreuung mit langer Tradition

Seit dem 13. Jahrhundert ist die Hospitalstiftung aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Der geschichtliche Ursprung der Hospitalstiftung geht auf die Jahre 1262 bis 1268 zurück. Nachdem die Stadt Hof mit Mauer und Graben umgeben war, begann man mit dem Bau des Hospitals vor dem Unteren Tor.

In jenem Zeitalter wollte man durch mönchische Frömmigkeit und durch Werke der Liebe, Vergebung der Sünden und Seligkeit erlangen. Zu diesem Zwecke vereinigte sich eine Gesellschaft frommer Brüder aus bürgerlichem und adeligem Stand, um unter dem Schutz der Vögte von Weida - den Herren der Stadt Hof  - eine Verpflegungsanstalt für würdige Hofer Arme zu gründen, die sie Hospital nannten.

Die Gründer nannten sich Fratres Hospitales und hatten einen Rektor aus den Reihen der Adeligen über sich. Sie legten selbst einen kleinen Grundstock, sammelten im In- und Ausland und erhielten 1264 Unterstützung durch Papst Urban IV., der zur Wohltätigkeit gegen dieses Hospital aufrief. 1268 erließ Bischof Berthold zu Babenberg einen Ablassbrief zu Gunsten des Hospitals - eine damals reiche Quelle der Einkünfte. Diese Einkünfte ermöglichten den Bau einer Kapelle und die Bestellung eines Geistlichen zum Gottesdienst. Vom Jahre 1302 an wurde das Hospital, vor allem durch Grundstücksschenkungen, immer reichlicher dotiert, so dass ein Oekonomieverwalter angestellt werden konnte.

36 Pfründner, arme, alte, aber nicht mit ansteckenden Krankheiten behaftete Leute aus dem Hofer Bürgerstand von unbescholtenem Ruf, wurden damals im Hospital ernährt und "versorgt". Bei mehreren Einkünften konnte das Hospital von 1364 an auch manche Güter erwerben, so dass die Besitzungen immer Größer wurden. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts nahm der Grundbesitz ständig zu. Erhebliche Rückschläge brachte der 30-jährige Krieg (1618-1648), von dem sich das Hospital erst wieder Anfangs des 18. Jahrhunderts erholte.

Im 18. - und noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestand eine besondere Hospitalinspektion und Administration in Hof, welche der königlichen Kreis- und Domänenkammer in Bayreuth unterstellt war. Erst mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde die Stadt Hof Treuhänderin des Spitalvermögens unter strenger Aufsicht der Kreisregierung.

Eine Stiftungssatzung wurde erstmals 1941 erlassen, nochmals geändert 1951 und 1960, letztmals 1987. Seit 1960 gilt die Hospitalstiftung als örtliche Stiftung des öffentlichen Rechts und fördert die Altenhilfe im weitesten Sinne. Die Stiftung wird von der Stadt Hof nach den Bestimmungen des Stiftungsgesetzes vertreten und verwaltet. Die Hospitalstiftung ist rechtlich selbstständig und hat eine eigene Haushalts-, Kassen- und Rechnungsführung. Das Vermögen der Stiftung wird streng getrennt vom Vermögen der Stadt verwaltet. Die Stiftungsaufsicht obliegt der Regierung von Oberfranken in Bayreuth.

Durch ihr Wirken im sozialen und wirtschaftlichen Bereich hat die Hospitalstiftung im Laufe der vergangenen Jahrzehnte für die Stadt und ihre Bürger eine sehr große Bedeutung erlangt.

Heute wie vor rund 735 Jahren lautet der Auftrag der Hospitalstiftung: Arbeiten und Wirken zum Wohle der Senioren der Stadt Hof.



Letzte Aktualisierung am 04.10.2009